Awareness

Was ist Awareness?

„Unter Awareness verstehen wir ein machtkritisches Bewusstsein für die eigene Position. Unsere gesellschaftliche Position wird von strukturellen Machtverhältnissen mitbestimmt. In sozialen Gefügen wirkt sich das auf die Teilnehmenden aus. Menschen, die gesellschaftlich privilegiert sind, haben es häufig(!) leichter; andere, die öfter Diskriminierung erleben, haben es häufig(!) schwerer. Die unterschiedliche Positioniertheit muss sichtbar gemacht werden, wenn eine Veranstaltung möglichst angenehm für alle Beteiligten ablaufen soll. Awareness versucht, das Bewusstsein für Ungleichheiten zu schaffen/zu schärfen und produktiv mit diesen umzugehen. Awareness-Arbeit hat also das Ziel, mit allen Beteiligten diskriminierungsfreie(re) soziale Räume herzustellen.“

http://awareness.blogsport.eu/

Der JAK ist ein Raum, an dem Sexismus, Rassismus und alle anderen Formen von Diskriminierung nicht geduldet werden. Hier ist kein Platz für (sexualisierte) Gewalt oder andere Grenzverletzungen. Wir möchten einen Ort mit größmöglicher Freiheit aller schaffen, in dem sich alle wohlfühlen und nicht ausgeschlossen oder diskriminiert. Dafür sind ein wertschätzendes Miteinander, gegenseitige Rücksichnahme und eine gemeinschaftliche Übernahme von Verantwortung unabdingbar. Wir setzen uns mit unseren und den Grenzen anderer auseinander und sind uns über die Vielfalt der Grenzen, z.B. Wortwahl, Lautstärke, Nähe bewusst. Wir respektieren ebenso die unterschiedlichen Empfindungen: Wo wir uns nicht in unserer Grenze verletzt fühlen, sind andere vielleicht schon in ihrer Freiheit beschränkt. Auch eigene Privilegien zu erkennen ist oft nicht leicht und geht mit unangenehmen Gefühlen einher, da sie sich meist normalisiert haben. Aber um unsere Wege in eine bessere und schönere Welt weiterzugehen ist eine aktive Auseinandersetzung und ein bewusster Umgang mit Grenzen und Privilegien notwendig.

Falls Du Unterstützung möchtest oder auf dem JAK Diskriminierung erfahren hast kannst Du Dich gerne an das Orgateam wenden. Vor Ort wird es eine Ansprechperson geben, die versucht, Unterstützung zu geben. Aber auch obwohl wir uns mit den bestehenden Machtverhältnissen der Gesellschaft beschäftigt haben, können wir nicht garantieren, in jeder Situation aware genug zu reagieren, da wir selbst manche Diskriminierungserfahrungen durch unsere privilegierte Positionen (überwiegend sind wir weiß, haben einen deutschen Pass, hohe Bildungsabschlüsse…) nicht machen.