Höher! Schneller! Weiter...?

Eine Frage der Gerechtigkeit!

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Donnerstag

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8:30 - 9:30 Uhr        Frühstück

10:00 - 12:30 Uhr   Workshopphase I

Sind wir zum Wachstum verdammt? (Prof. Dr. Gerhard Scherhorn)
Kann das Sozialprodukt nur durch Verzehr der naturgegebenen Rohstoffe und Ökosysteme wachsen? Können nur mit solchem Wachstum Arbeitsplätze entstehen, Einkommen steigen, Bildung und Sozialleistungen finanziert, Staatsschulden getilgt werden? Bricht ohne Wirtschaftswachstum das Gemeinwesen zusammen? Oder können wir eine nachhaltige Entwicklung ansteuern, in der wir so produzieren und konsumieren, dass die verbrauchten Rohstoffe ersetzt werden, die Ökosysteme erhalten bleiben und die Lebensqualität zunimmt?

Entwicklungszusammenarbeit als westliche Besserwisserei? (Herbert Rädler)
Herbert Rädler ist ehemaliger Entwicklungshelfer und hat über viele Jahre in Projekten der ländlichen Entwicklung in Übersee auf 3 Kontinenten gearbeitet. Er gibt Einblicke in die internationale Entwicklungszusammenarbeit und nimmt Projekte, Organisationen und die Entwicklungshilfe im Allgemeinen kritisch aus seiner authentischen Sicht unter die Lupe, erläutert Vor- und Nachteile, und zeigt Bilder über seine konkreten Auslands-Erfahrungen.

"Sie müssen es ausbaden"! Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Entwicklungsländer (Peter Rottach)
Ob Nomaden, Kleinbauern oder Küstenfischer: Viele Arme in den Entwicklungsländern verspüren den Klimawandel bereits am eigenen Leib. Sie geraten damit noch schneller in den Strudel von Unterentwicklung, Hunger, Armut und Not. Der Workshop zeigt konkrete Schicksale von Menschen und Bevölkerungsgruppen in einigen afrikanischen und asiatischen Ländern. Maßnahmen vor Ort, die das Schlimmste durch Anpassung und Katastrophenvorsorge zu verhindern versuchen, kommen in Wort und Bild ebenso zur Sprache wie unsere Verantwortung als Bürgerinnen und Bürger eines Landes, das zu den größten Treibhausgasemittenten gehört.

Wasserkonflikte als Machtkonflikte - Das Beispiel des Nordostens Brasiliens (Tobias Schmitt)
Werden die Kriege von morgen um Wasser geführt?

Oder sollten nicht vielmehr die lokalen, unbewaffneten aber nicht weniger brutalen Konflikte um die Ressource Wasser und die Frage nach Zugangsrechten und der Demokratisierung von Wasser im Mittelpunkt der Auseinandersetzung mit der Wasserproblematik stehen?

Neben einem allgemeinen Einblick in das "Konfliktfeld Wasser" wollen wir am Beispiel der Wasserkonflikte im Nordosten Brasiliens der Frage nachgehen, wie über die Aneignung von Wasser Machtstrukturen reproduziert werden, welche Rolle dabei der Staat, internationale Organisationen wie die Weltbank und die sogenannte Zivilgesellschaft spielen und was das alles mit uns in Europa zu tun haben kann...

Aktionsentwicklung für JAK-Aktionstag am Freitag (Marc Amann)
Einer der Höhepunkte des JAK (JugendAKTIONskongress) ist der Aktionstag zum Abschluss des JAK. Im Workshop überlegen wir gemeinsam Themen und entwickeln dazu Aktionsideen, die dann am Donnerstag Abend und Freitag Vormittag mit allen JAK-Teilis noch weiter vorbereitet und am Freitag Mittag durchgeführt werden können.

mit Marc Amann, Herausgeber des Aktionshandbuches "go.stop.act! Die Kunst des kreativen Straßenprotests." http://www.go-stop-act.de, http://kreativerstrassenprotest.twoday.net

 

12:45 Uhr                 Mittagessen

14:30 - 17:00 Uhr   Workshopphase II 

Internationale Freiwilligendienste- Motive und Möglichkeiten, Pro und Contra und ein Erfahrungsbericht aus Peru(Laura Seyfang)
Anhand meiner persönlichen Erfahrung als freiwillige Englischlehrerin in Peru möchte ich derartige Freiwilligendienste im Ausland kritisch beleuchten. Wem bringt ein solcher Einsatz was? Gemeinsam werden wir die möglichen Erwartungen und Beweggründe dafür diskutieren. außerdem werde ich einige Organisationen vorstellen, die euch die Möglichkeit bieten, selbst in internationalen Freiwilligenprojekten tätig zu werden.

... und jetzt noch die Erde retten (Reiner Baur)
Wissen über den Klimawandel und die verschiedenen anderen Umweltprobleme, über globale Ungerechtigkeiten und den Raubbau an Mensch und Natur habe ich genug. Infos kriege ich überall: aus den Nachrichten, dem Internet, Zeitschriften und über Emailverteiler. Aber was kann ich dagegen tun? Wie kann ich aktiv werden?

In diesem Workshop werden Möglichkeiten vorgestellt, wie man als JugendlicheR selbst aktiv werden kann für eine Veränderung der Welt im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung:
Wo kann ich mitmachen? Gruppen vor Ort und landesweite Arbeitskreise. Welche Möglichkeiten gibt es an meiner Schule? Wie kann ich selbst eine Gruppe gründen? Welche Unterstützung kann ich von wem bekommen? Meine Gruppe ist gerade am Einschlafen: Wie kann ich neuen Schwung reinbringen? Wie komme ich auf neue Aktionsideen?

Der Workshop ist so geplant, dass alle, die daran teilnehmen, möglichst viele Anregungen für ihre konkrete Situation bekommen.

Action-Samba als politische Aktionsform erleben und probieren (Philip Linez)
Frei nach dem Motto:"Widerstand ist trommelbar!" laden wir Sambartistas aus Heidelberg euch zu gemeinsamen rhythmus- und energiegeladenem Musizieren (Lärmen) ein. Kommt vorbei! Ihr braucht euch weder sonderlich musikalisch begabt zu fühlen noch Trommelerfahrung besitzen. Instrumente haben wir auch genug... also auf gehts!

Bei uns erfahrt ihr mehr über das Netzwerk Rhythmes of Resistance, wir werden die Kommunikationsstruktur innerhalb einer Sambaband auf Aktion besprechen und natürlich ganz ganz viel SAMBA spielen :D

Angefangen wird mit FUNK: es sind alle herzlich eingeladen (auch diejenigen, die FUNK schon in- und auswendig können) und anschließend geht es über zu KALASCHNIKOV. Sollte sich der Kurs nur aus super mega erfahrenen SAMBAspielernInnen zusammen setzen, werden wir euch weiter spacige Dinge wie Tanzen, Spiegeln und QuickSessions näher bringen.

Also kommt zahlreich, wenn ihr euch angesprochen führt. Wer hat bringt bitte OHROPAX mit:D 

Capoeira - ein brasilianischer Kampftanz aus der Sklavenzeit  (Martin Klopfer)
Was ist Capoeira? Es ist eine Kampfkunst gemischt mit Tanz und kommt aus Brasilien. Man kann es im Grunde genommen leicht erlernen. Dazu reichen schon zwei Figuren. Es gibt viele verschiedene Arten von Bewegung: 1. akrobatische, 2. rhythmische und 3. kämpferische Bewegungen.
Capoeira ist Kunst, Kampf, Tanz und Musik... Das schönste aber ist das gemeinsame Erlebnis... zum Beispiel bei Auftritten.

DIDGERIDOO - das australische Blasinstrument (Ralph Gaukel)
Das traditionelle Holzblasinstrument der australischen Ureinwohner, der Aborigines, wird aus einem von Termiten ausgehöhlten Eukalyptusbaum hergestellt und bei Tanzfesten und Zeremonien verwendet.
In den letzten Jahren wurde das Didgeridoo bei uns immer populärer und ist heutzutage in der modernen Musik von Klassik über Jazz und Worldmusic bis Techno vertreten, in Kombination mit einer Vielzahl von anderen Instrumenten.
Auf der Basis eines scheinbar endlosen Grundtons werden vielfältige Klänge erzeugt, die häufig als entspannend und meditativ beschrieben werden. Aber auch richtig "fetzige" Rhythmen und "coole Sounds" können dem Instrument entlockt werden.
Da keinerlei musikalische Vorkenntnisse erforderlich sind, können auf dem Didgeridoo relativ schnell eigene Klangwelten erzeugt werden.
Der Kurs vermittelt Grundkenntnisse im Spielen des Didgeridoos und der Zirkularatmung, sowie Informationen rund ums Didgeridoo und über die Kultur der Aborigines.

Übungsinstrumente stehen für den Kurs zur Verfügung. Bequeme Kleidung, Sitzkissen/-decke, Getränke für den eigenen Bedarf bitte mitbringen.

Landschaftsökologischer Spaziergang (Micha Koltzenburg)
In einem Nachmittagsspaziergang über den Tübinger Schlossberg wird die Entstehung der Landschaft um Tübingen vorgestellt.
Wie ist sie entstanden?
Wie hat sie der Mensch geprägt?
Welches sind Kennzeichen der Naturlandschaft und der Kulturlandschaft?
Woher kommen die heute vorkommenden Pflanzenarten?
Wo kommen diese vor und warum?
Wie wird aus Sicht des Naturschutzes die Landschaft gepflegt und warum?

Für Fragen und Diskussionen ist viel Platz!

Treffpunkt wird per Aushang mitgeteilt.

 

18:00 Uhr                 Abendessen

19:45 Uhr                 Diskussionsforen

20:30 Uhr                 Guatemala-Abend (Jasmine Horter /
                                  Dave Tjiok)

 
 
mit freundlicher Unterstützung von:
Die Veranstaltung wird finanziell gefördert durch die Europäische Union.
In Zusammenarbeit mit dem DEAB e.V., gefördert aus Mitteln des BMZ.