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Montag, 27.10.2008 Workshopphase I ( 1000-1200) Antifaschistische Stadtrundfahrt - "auf den Spuren des Dritten Reichs" (Janka Kluge \ SJR) Seit 1980 führt der Stadtjugendring Stuttgart Stadtrundfahrten und Rundgänge durch, die sich mit der Rolle der Landeshauptstadt während der NS-Zeit beschäftigen. Bis 1999 wurden diese Stadterkundungen von Zeitzeugen durchgeführt. Heute werden unsere Angebote, welche sich in erster Linie an Schülerinnen und Schüler richten, von Mitgliedern des Arbeitskreises der antifaschistischen Stadtrundfahrten- und Rundgänge realisiert. Es werden Orte und Plätze aufgesucht, die während dieser Zeit im Sinne des Widerstands oder der direkten Machtausübung für Stuttgart und darüber hinaus von Bedeutung waren und sind. Geostrategie - Europa zwischen USA und Russland (Elke Schenk \ ATTAC) Ausgehend vom US-Ziel, Eurasien unterwerfen und beherrschen zu wollen, ergeben sich weitreichende Folgen für Russland / den nachsowjetischen Raum, aber auch für das Verhältnis zwischen der EU und den USA. Wenn die USA Eurasien beherrschen wollen, wird die EU mitsamt ständiger Erweiterung Richtung Süden und Osten einerseits gebraucht als Bollwerk und Rammbock gegen Russland, andererseits darf sie nicht zu stark werden, um zu einer ernsthaften Konkurrenz für die US-Hegemonie zu werden. Die EU ist aber mittlerweile wirtschaftlich stärker als die USA, die im Niedergang begriffen sind, und zeigt seit dem Zusammenbruch des Ostblocks eigene Weltmachtambitionen. Zudem bedeutet eine Kooperation mit Russland für die EU wirtschaftliche Vorteile und Energiesicherheit. Die widersprüchliche Konstellation der beteiligten Großmächte prallt im Kaukasus machtvoll aufeinander. Der Workshop geht u. a. folgenden Fragen nach: *Warum und mit welchen Mitteln streben die USA eine Machtposition in Eurasien an? *Welches sind die geostrategischen Ziele der EU? *Wie agieren die USA, um einerseits ihre Machtposition zu etablieren bzw. zu erhalten, andererseits die Konkurrenz Russlands und der EU zu torpedieren? *Welche Rolle spielt die Kaukasuskrise (Georgienkrieg) dabei? *Was bedeutet dies für uns persönlich? Mehr Demokratie in der EU (Fabian Reidinger \ Mehr Demokratie e.V.) Nach über 30 Jahren europäischer Integration ist die EU aus Europa nicht mehr wegzudenken. Vom Krümmungsgrad für Gurken über Euro & Schengen bis zu Binnenmarkt und eurpäischer Sicherheits- und Verteidigungspolitik regelt und beeinflusst die EU unseren Alltag. Aber was ist nun "die" EU und wie funktioniert sie? wer sind eigentlich "die da in Brüssel"? Und was hat das Ganze mit Demokratie zu tun ? - Diese Fragen möchte der Workshop beantworten helfen. Europawahl Planspiel (Ina Rubbert / Europa Zentrum BaWü) Das Europäische Parlament ist das größte multinationale Parlament der Welt 785 Abgeordnete aus 27 Ländern vertreten rund 490 Millionen EU-Bürgerinnen und Bürger. Deutschland sendet 99 Abgeordnete, 11 davon aus Baden-Würtember. Rund 86% der deutschen Gesetze sind euopäischen Ursprungs. Sein 1979 findet alle fünf Jahre eine allgemeine, geheime und freie Direktwahl zum Europäischen Parlament statt. Am 7. Juni 2009 wird das 7. Europaparlament gewählt. Im Machtdreieck von Rat, Kommission und Parlament der Europäischen Union übernimmt das Europaparlament die Rolle als Stimme der Bürgerinnen und Bürger. Zusammen mit dem Rat entscheidet es über die meisten Gesetze und über den EU-Haushalt und besitzt somit das "Königsrecht" eines jeden Parlaments. Einführung in den Emissionshandel und die Mechanismen des Kyoto Protokolls (Stephan Schunkert / klimAktiv gemeinnützige Gesells. zur Förderung des Klimaschutzes in diesem Workshop werden die internationalen Instrumente des Klimaschutzes der UNO und der europäische Emissionshandel vorgestellt und duskutiert. Ein besonderes Augenmerk wird hierbei auf die Verknüpfung von Wirtschaft und Klimaschutz gerichtet Wir suchen Antworten auf die Fragen: *Was lief schief im europäischen Emissionshanden bis Ende 2007? *Wie hat man darauf reagiert? *Was passiert nacht 2012? „Welcome to barbaria / Willkommen im Land der Barbaren – die deutsch-europäische Migrationspolitik“ (Marc Schwenzer / Bündnis gegen Abschiebehaft) Ausgehend von den Gründen nach Deutschland zu kommen, beschäftigen wir uns in diesem Workshop damit, was nach der Änderung des deutschen Asylrechts Anfang der 90er Jahre davon noch übrig ist. Die Lebensbedingungen von Flüchtlinge sind seither in Deutschland fast ausnahmslos schlechter geworden: Rassistische Sondergesetze, eine an Kafka-Romane erinnernde, misstrauische Bürokratie. Die Verweigerung von Teilhabe, Arbeit, der vielbemühten Integration und nicht zuletzt der Anerkennung der Menschenwürde. Knapp eine halbe Millionen Menschen wurden aus Deutschland gegen ihren Willen abgeschoben - viele davon waren hier längst zu Hause.Der Workshop beginnt grundsätzlich bei Null. Aber natürlich werden sich sicher auch weiterführende Diskussionen darüber ergeben, was wir dagegen tun können. Wo der Schwerpunkt des Workshops liegt, hängt davon ab, wer teilnimmt und was am interessantesten ist. Angeboten wird der Workshop von einem Vertreter des "Bündnis gegen Abschiebehaft Rottenburg". Auch über Bedingungen und Erfahrungen in der Abschiebehaft können wir gerne miteinander reden. Rising Tide (Florian Hurtig) Seit einiger Zeit ist das Thema Klimawandel in der Öffentlichkeit presänt und die neusten Studien sind erschreckend, doch Disskusion wird innerhalb der Logik von Markt und Staat gefürt. Um dem eine linksradikale Gegenposition entgegenzusetzten gibt es die Idee ein Netzwerk zu gründen das zum einen Inhaltlich arbeitet und Positiopnspapiere rausgibt, zum anderen aber auch Aktionen macht um Klimaschädliche Projekte direkt zu verhindern. In England gibt es ein solches Netzwerk bereits unter dem Namen rising tide. Heimische Herbstfrüchte statt indische Waschnüsse oder Acerola (Kerstin Repscher, Dozentin für Heilpflanzenkunde) Ich bringe einheimische Beeren und Früchte mit (auch als Säfte), die den aus fernen Ländern importierten Früchten in nichts nachstehen und sogar mehr Vitamin C haben! Früchte die heute nicht mehr auf dem Wochenmarkt zu finden sind, aber wertvoller für unseren Körper wären, wie Vitaminpillen & Co. Wir waschen Wäsche mit heimischen Samen, Blättern und Wurzeln, und benutzen Essig statt Weichspüler. Wie haben die tropischen Regenwälder eine Chance? (Wolfgang Manuel Simon, POEMA e.V.) Es gibt viele Ursachen der Regenwaldvernichtung. Dazu gehören der Holzraubbau, agroindustrielle Großprojekte (z.B. Sojaanbau), Rinderfarmen und die Ausbeutung der Bodenschätze, um die wichtigsten Ursachen zu nennen. Es gibt aber auch die Zerstörung der Wälder auf Grund von Armut. Menschen in Not und auf der Suche nach Nahrung betreiben Wanderfeldbau, brennen Waldstücke nieder, um Platz zu haben für den Anbau von Maniok, Mais, Reis und Bohnen. Doch schnell ist der Boden ausgelaugt und das nächste Stück Land wird "brandgerodet".Vom Wald leben… ohne ihn zu zerstören... dabei will POEMA den Menschen helfen. In erster Linie heißt das die Armut zu bekämpfen, um eine Perspektive jenseits der Waldzerstörung zu eröffnen. POEMA bietet Hilfe und Beratung an bei der Wiederaufforstung, bei der Verarbeitung und Vermarktung von Früchten des Waldes (Nüsse, Palmherzen, Açai, Kokosfasern, Gummi, Öle usw.), bei der Durchführung von Kurse z.B. über die Gewinnung von Bienenhonig, um dadurch die Ernährungsbasis zu verbreitern. Sauberes Wasser, Gesundheitsvorsorge und Energie sind die Hauptaktionsfelder von POEMA Stuttgart. Ohne sauberes Wasser "ist alles nichts". Deshalb arbeiten wir mit Dorfbewohnern zusammen, um Brunnen zu bohren und Solarpumpen zu installieren. Wir bringen mit Solarlampen "Licht in die Häuser", ersetzen damit das stinkende Petroleum und sprechen über die Bedeutung regenerativer Energien. Außerdem bauen wir Gesundheitsstationen in Dörfern, um wenigstens eine minimale Gesundheitsversorgung zu ermöglichen. In welchen Regionen sind wir aktiv? - Seit Jahren schon arbeiten wir am Unterlauf des Rio Tapajos in der Reserva-Extrativista (Sammlergebiet) bei Santarem. Dort leben in 70 Dörfern rund 20 000 Menschen, meist Mischlinge indianischer Herkunft zusammen mit Zugezogenen aus verschiedenen Regionen Brasiliens. Das größte Problem ist an sauberes Wasser zu kommen, da der Tapajos mit Quecksilber belastet ist. Ein weiteres Projektgebiet ist das Reservat der Waiápi in Amapá, in dem auf einer Größe von 120 mal 70 km ca. 1000 Menschen in 40 Dörfern leben. Wasser, Energie, Gesundheitsversorgung und Transport sind auch hier die drängendsten Probleme, genauso wie im Kreis Curralinho auf der Marajó-Insel oder in Anapu/ Transamazonica. Workshopphase II ( 1400-1600) Stolpersteine im Stuttgart Westen (Dr. Annemarie von Osten) Allgemeine Informationen über das "Kunstprojekt Stolpersteine" von Gunter Demnig, Köln. Die Situation in Stuttgart (Initiativen, Recherche, Opfergruppen, Steinverlegungen). Gang zu einigen Stolpersteinen im Stuttgarter Westen, Biografie/Schicksale der Personen, an die der Stein erinnern soll.
Bedingungsloses Grundeinkommen (Alexander Schlager / Rosa-Luxemburg-Stiftung BaWü) Nach einer ersten Phase in den 80er Jahren erlebt die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen seit ein paar Jahren wieder verstärkte Aufmerksamkeit. Die Meinungen dazu gehen freilich weit auseinander. Während die einen darin nur eine "Stillegungsprämie" für den Ausschluss aus dem gesellschaftlichen Leben sehen, sehen die anderen mit der Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens das "Reich der Freiheit" anbrechen. In dem Workshop soll die Idee, die hinter dem bedingungslosen Grundeinkommen steht und die gesellschaftliche Situation, n der diese Forderung in letzter Zeit wieder verstärkt erhoben wird, diskutiert und die wesentlichen Gründe , die aus meiner Sicht für den Einsatz für ein Grundeinkommen sprechen, diskutiert werden. Daneben sollen aber auch die kritischen Einwände zur Sprache kommen und zur Diskussion gestellt werden. Schließlich soll versucht werden, die Debatte in einen Internationalen Kontext zu stellen und zu fragen, ob sich von der Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen auch eine Brücke zu ener gerechteren Gestaltung der Welt schlagen lässt. Stuttgart 21 (Gerhard Pfeiffer / BUND Regionalverband Baden-Württemberg) Stuttgart 21, das seit Jahren in der Planung befindliche Bahn-Großprojekt, bei dem der Stuttgarter Hauptbahnhof unter die Erde gebracht werden soll und zu einem Durchgangsbahnhof umfunktioniert werden soll. Nach Meinung des BUND ist dieses Unterfangen viel zu teuer und eine vollkommene Fehlplanung, Gerhard Pfeifer wird euch in die Geschichte des Projekts einführen und den Alternativvorschlag K21, der vom BUND und vielen anderen Organisationen unterstützt wird, vorstellen. Schöne Sachen selber machen - Filzen, Häkeln, Spinnen und stricken mit Bio-Wolle (Marie-Luise Hertkorn) hallo, liebe selbermacher.innen! ob mütze, filzblümle, pulswärmer, tasche, dread-spitzen - wolle ist unglaublich vielseitig!im „schöne sachen selber machen“-workshop ist platz für eure ideen; ich stehe euch gerne mit rat und tat zur seite. auch andere erfahrene zum wissen-weitergeben sind herzlich willkommen sonnige grüße, ich freu mich! :o) Alles Öko? Europäische Umweltpolitik zwischen Natur- und Verbraucherschutz. Eine Einführung (Andreas Bühler / Grüne,EFA im Europäischen Parlament) Die Europäische Union hat bisher viel im Bereich des Umweltschutzes getan. Oft wurden Richtlinien und Verordnungen erlassen, die den Umwelt- und Naturschutz weitergebracht haben, als es in nationalen Kontexten möglich gewesen wäre. Zum Beispiel verpflichtete die Feinstaubrichtlinie die Kommunen, Maßnahmen zur Einhaltung der Grenzwerte durchzuführen oder Lärmaktionspläne für Ballungsräume aufzustellen. Doch immer noch tun sich die nationalen Stellen mit der Umsetzung schwer. Gleichzeitig legt die Europäische Union wert auf Verbraucherschutz, denn im Binnenmarkt hat sie hohe Kompetenzen. Im Bereich der Zulassung von gentechnisch veränderten Pflanzen hat sich die EU jedoch nicht immer mit Ruhm bekleckert.Was haben Umwelt- und Verbraucherschutz auf Europäischer Ebene gemeinsam? Brauchen wir mehr oder weniger Europa in der Umweltpolitik? Und: welche Rolle spielt der Vertrag von Lissabon – wird er den Umweltschutz in Europa vorantreiben oder den Interessen der großen Konzerne Tür und Tor öffnen?Andreas Bühler ist Büroleiter des GRÜNEN Europabüros Baden-Württemberg der Europaabgeordneten Heide Rühle. Konsumkritische Stadführung (Lisa Neher) Neue Kleidung, schnell mal was essen und Durst hab ich auch noch, klar soll das alles nicht zu viel kosten, auf wessen Kosten geht das dann aber? Mit einem Spaziergang durch die stuttgarter Innenstadt wollen wir uns an beispielen und am passenden Ort, nämlich direkt auf der Königstraße mal anschauen was unser Konsum so bewirken kann. Geht mit uns in zwei Stunden einmal um die Welt. Utopie Workshopphase III ( 1630-1800) Trommeln (Martin Moffor) Musik und Rhythmus gehören zum afrikanischen Alltag und Spiel. In Spielkreisen werden Tanz, Gesang und Trommeln spielerisch geübt. Nicht nur mit der Trommel sondern mit dem ganzen Körper - Klatschen, Stampfen, Bodypercussion - werden die rhythmischen Grundlagen vermittelt. Ganz nebenbei fördert diese Art von Rhythmuserziehung die Motorik und Konzentrationsfähigkeit. Capoeira del Sol (Martin Klopfer) Capoeira bietet vielfältige Bewegungs- und Körpererfahrungen und verlangt keine besonderen Voraussetzungen. Bereits mit zwei Figuren kann man Capoeira spielen. Dabei kann jeder seinen persönlichen Stil entwickeln und die vielfältigen Sinnrichtungen der Capoeira ausschöpfen: Capoeira als Tanz, als Kampf, als Selbstverteidigungstechnik, als exotischer Sport, als Akrobatikschule, als Fitnesstraining oder als Ergänzung zum eigenen Sport. Martial Arts Tricks (Marcel Knopf) ~ ist eine Kombination aus Kampfkunst, Akrobatik, Turnen & Breakdance. Der Trainer unterrichtet seit 2 1/2 Jahren eine Trainingsgruppe in seiner Heimatstadt Heidelberg. Er bietet euch eine Schnupperstunde zum Ausprobieren & Lernen an. Tödlicher Kapitalismus - Auswirkungen von Babynahrung in den Ländern des globalen Südens (Skyraqua Feder-Crok) Jährlich sterben über 1,5 Millionen Babies, weil sie nicht gestillt werden. In diesem Workshop geht es um die Ursachen dieses Problems, und um die Folgen für die Überlebenden. Ausserdem wird der Zusammenhang zu den Werbestrategien der Babynahrungskonzerne und deren Absatzmärkten beleuchtet. Ihr erfahrt etwas über die bisherigen Versuche etwas zu verändern, und was heute daraus geworden ist. Danach wird es eine kurze Filmvorführung geben, anschließend suchen wir gemeinsam nach einem emanzipatorischen Lösungsweg. HECKLER & KOCH ? VERSTECK DICH, WENN SIE SCHIESSEN (Jürgen Grässlin) Kleinwaffen der schwäbischen Firma Heckler & Koch (H&K) zählen zu den weltweit beliebtesten: Allein beim G3-Gewehr wurden offiziell für 88 Staaten Ausfuhrgenehmigungen und für fünfzehn Staaten Lizenzen zum Nachbau erteilt. Aktuell kamen G36-Gewehre im Georgien-Krieg zum Einsatz. Bisher sind mehr als 1,5 Millionen Menschen durch Kugeln aus dem Lauf einer H&K-Waffe ums Leben gekommen ? durchschnittlich alle vierzehn Minuten stirbt ein weiterer. Der Kurzfilm "Keine Kompromisse" des Ludwigsburger Filmemachers Hauke Hilberg führt in die Thematik ein. Der folgende Kurzvortrag von Jürgen Grässlin zum Thema ?Versteck dich, wenn sie schießen? belegt eindringlich den Einsatz von H&K-Waffen in Somalia und Türkisch-Kurdistan. Gemeinsam erarbeiten die Teilnehmer/innen des Workshops Aktionsformen im Widerstand gegen H&K und Zukunftsperspektiven für ein Ende der Waffenproduktion. Zukunftsfähiges Deutschland (Birthe Paul / Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie) Dieser Workshop beschäftigt sich mit dem Thema "Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt", Titel der neuen Studie des Wuppertal Instituts, herausgegeben vom BUND, EED und Brot für die Welt. Die Studie verbindet die Perspektiven von Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, und wagt einen Neuentwurf für den Lebens- und Problemkontext der kommenden zehn Jahre. Wichtigstes Ziel der Studie ist es, die gesellschaftliche Debatte zur Nachhaltigkeit voranzutreiben. Während des Workshops wird die Studie selber inhaltlich vorgestellt. Doch wir wollen genauso viel Zeit damit verbringen, gemeinsam zu überlegen und diskutieren wie ein zukunftsfähiges Deutschland für uns aussehen würde, und was geschehen müsste um dies zu erreichen. Alternativen zur Drogenverbotspolitik (Max Plenert / Grüne Jugend BW) Die Drogenprohibition hat es nicht geschafft das Drogenproblem zu lösen. Noch nie gab es weltweit so viele Drogenkonsumentinnen und der Schwarzmarkt mit all seinen negativen Auswirkungen blüht trotz War on Drugs. Milliarden Euro werden jedes Jahr in diese Drogenpolitik investiert, die Gefängnisse gefüllt und Bürgerinnenrechte beschnitten, trotzdem gibt es eher mehr als weniger Drogenschäden. Die Konzepte des Drogenfachgeschäftes und der Drogenmündigkeit sollen aufzeigen wie eine alternative Drogenpolitik aussehen und funktionieren könnte. Sei keine Flasche, mach dir deine eigene Tasche! (Jasmine Horter, Niklas Effenberger, Susanne Veil) Sie wird durchschnittlich nur eine halbe Stunde benutzt und bleibt dann ca. 100- 400 Jahre in der Erde zurück, wenn sie nicht andernorts die Landschaft verschandelt oder gar Tieren das Leben kostet. Bei ihrer Verbrennung entstehen giftige Gase und nur selten wird sie wirklich recycelt: Die Plastiktüte. Ja, sie ist ein Problem und wir verwenden sie und auch alle anderen Einweg-Tüten nur allzu oft zu bedenkenlos. Über 5 Milliarden Einweg-Einkaufstüten verbrauchen wir allein in Deutschland jedes Jahr! Deshalb könnt ihr bei diesem Workshop eure eigene ökologisch und sozial verträgliche Stofftasche gestalten. Pinseln, Sprayen oder Batiken - eurer Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt! Gerne könnt ihr auch noch euer eigenes Material mitbringen... Und ganz nebenbei könnt ihr anschließend mit eurer "eigenen Werbung" spazieren gehen! Klimacamp 2009 (Florian Hurtig) Das es dieses Jahr in Hamburg ein Klimacamp gab wird für viele nichts neues sein und die meisten werden auch selber dort gewesen sein oder Berichte gehört haben. Deßhalb wollen wir uns nur kurz aufhalten mit den Berichten und schnell zu unserer Kritik an der Organisation des Camps kommen: Hierarchisch, zentral, teuer um es kurz zusammenzufassen. Aber auch dies soll nur der Hintergrund sein um unsere Ideen für ein Klimacamp 09 zu erläutern. Wir hoffen das dies anregung für spannende Diskussionen wird und sich vielleicht eine Gruppe bildet die Lust hat am Klimacamp mitzuorganisieren. Abendprogramm ( 2030) Jürgen Grässlin im Cafe Aahh: RÜSTUNGSEXPORTE UND MENSCHENRECHTE ? WAFFEN FÜR DIE WELT AUS BADEN-WÜRTTEMBERG Deutschland ist drittgrößter Waffenexporteur der Welt. Der aktuelle Rüstungsexportbericht der Bundesregierung belegt aktuelle Waffenlieferungen an scheindemokratische Regierungen und Diktaturen. Das Zentrum der Rüstungsindustrie liegt in Süddeutschland. Bei uns in Baden-Württemberg haben Heckler & Koch, der größte deutsche Gewehrfabrikant, und der Daimler-Konzern, Deutschlands Nummer 1 bei Großwaffensystemen, ihren Stammsitz. Viele weitere Firmen auch am Bodensee produzieren Kriegsgeräte. Der Referent zeigt anhand konkreter Beispiele aus Baden-Württemberg den Skandal der Rüstungsproduktion und -exporte auf. Und er entwickelt Zukunftsalternativen, die die politisch Verantwortlichen und Vorstände der Rüstungsindustrie zur Umstellung auf eine sinnvolle zivile Fertigung bewegen sollen. Für alle die das Cafe Ahh nicht kennen: Das Cafe Ahhh ist ein kleiner Freiraum im großen Stuttgart, den wir dieser Stadt abgerungen haben. Selbstorganisiert mit Workshops, Filmabenden, Diskussionsrunden, Aktionen, Kultur und Chillen bei biologisch-vegetarischem Essen und Trinken versuchen wir die Veränderung zu sein, die wir schon lange in der Welt sehen wollten. ( Findet an vielen Freitagen im Umweltzentrum in Stuttgart statt.)
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